Blutegeltherapie:

 

In Fachkreisen bezeichnet man den Blutegel als

"HIRUDO MEDICINALIS"

Ohne den Blutegel gesehen zu haben verursacht alleine das Wort Blutegel oft ein Stirnrunzeln in die Gesichter der Tierbesitzer und ein großer Ekel macht sich breit.

Warum ist das so?

 

Blutegel sind kleine Helfer mit Biss, im wahrsten Sinne des Wortes. Seit Jahrtausenden machen sich unsere Tiere die Heilkünste des Blutegels zu Nutze. Instinktiv wissen Tiere um die Heilkraft der Egel. Freilebende Tiere suchen sich gezielt Gewässer in denen Blutegel leben und warten bis die Egel sie beißen und sich ihre Nahrung aus dem Biss holen, das Blut. Zum Dank sondert der Egel heilende Sekrete in die Bissstelle ab.

Der Blutegelbiss gleicht einem Insektenstich und ist für das Tier oft schmerzfrei. Viele Tiere entspannen völlig in der Blutegelbehandlung.

Der bekannteste Wirkstoff im Speichel des Egels ist das Hirudin, dass blutgerinnungshemmend wirkt,
Die verschiedenen Substanzen oder Wirkstoffe des Speichels zeigen sich in verbesserter Durchblutung, verminderter Blutgerinnung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.

 

Bei einer Vielzahl von Erkrankungen werden Blutegel erfolgreich eingesetzt:

- Hufrehe

- Hufrolle

- Arthritis

- Arthrose

-Sehnenerkrankungen/Muskelerkrankungen

- Hüftdysplasie

- Wirbelsäulenerkrankungen

- Abszessen

- schlecht heilenden Wunden

- Narbengewebe

- Entzündungen

- und vieles vieles mehr

 

Nach dem Biss des Egels ist ein langes und kräftiges Nachbluten der Wunde erwünscht!
Blutegel hinterlassen immer sterile Bisswunden. Somit müssen Sie sich als Patientenbesitzer keine Gedanken darüber machen, dass sich der Biss infizieren könnte.

 Je nach schwere der Erkrankung setzt man einen oder mehrere Egel an. 


Wichtige Information! (Quelle:blutegel.de)

Der Blutegel ist ein apothekenpflichtiges Fertighumanarzneimittel und daher als Arzneimittel im Sinne des § 2 Absatz 1 AMG einzustufen.

Aus diesem Anlass möchten wir Sie darüber informieren, dass nach der Regelung des § 50 Absatz 2 TAMG andere Personen als Tierärzte diese Arzneimittel bei Tieren nur anwenden dürfen, soweit sie von dem behandelnden Tierarzt verschrieben oder abgegeben worden sind und eine tierärztliche Behandlungsanweisung für den betreffenden Fall ausgehändigt wurde (siehe Auszug des § 50 TAMG unten).

Das bedeutet, dass ich als Tierphysiotherapeutin, ausschließlich nach Verordnung eines Tierarztes, Blutegel bei 🐶 oder🐴 ansetzen darf! 

Ich freue mich sehr, hierzu mit verschiedenen Tierärzten gut kooperieren zu können 👍🏼 

Ganz zum Wohle der Tiere 💚